ETF-Steuerrechner (Deutschland) 2026
Berechnen Sie kostenlos die Steuer für Ihren ETF-Verkauf. Optimieren Sie Ihren Sparer-Pauschbetrag nach dem FIFO-Prinzip und simulieren Sie Wunsch-Nettobeträge.
Kapitalertragsteuer beim ETF-Verkauf ermitteln
Mit diesem ETF-Steuerrechner ermitteln Sie schnell die Steuerlast beim Verkauf Ihrer Fondsanteile. Das Tool berücksichtigt automatisch alle gesetzlichen Vorgaben in Deutschland wie die FIFO-Methode, Teilfreistellungen, bereits gezahlte Vorabpauschalen, Verlusttöpfe und den aktuellen Sparer-Pauschbetrag.
Diese Berechnungen unterstützt das Tool:
- Freibetrag ausschöpfen: Wie viele ETF-Anteile kann ich steuerfrei verkaufen, um meine 1.000 € (bzw. 2.000 €) Sparer-Pauschbetrag perfekt zu nutzen?
- Wunsch-Nettoerlös: Wie viele Anteile muss ich verkaufen, um einen Wunsch-Nettobetrag auf dem Konto zu erhalten?
- Steuerlast ermitteln: Wie hoch ist die voraussichtliche Abgeltungssteuer bei einem geplanten Teil- oder Vollverkauf?
Schnell-Beispiel für die Praxis:
Keine Lust zu tippen? Nutzen Sie unseren Demo-Modus, um die ETF-Steuerberechnung mit realistischen Beispielwerten direkt in Aktion zu sehen.
ETF-Steuerrechner
🔒 100% anonym: Keine Speicherung Ihrer Daten.
- Mischfonds: mind. 25 % Aktienquote
- Aktien-ETF: mind. 51 % Aktienquote
- Immo-Inland: mind. 51 % deutsche Immobilien
- Immo-Ausland: mind. 51 % ausländische Immobilien
Kaufdaten manuell erfassen
Erfasste Kaufhistorie
| Kaufdatum (Max. heute) | Anteile (Mind. 0) | Kaufkurs (€) (Mind. 0,00 €) | Aktionen |
|---|
Berechnungsziel
Berücksichtigte Steuerregeln & Grenzen des Rechners
Der Rechner basiert strikt auf der gesetzlichen Rechtslage für das Steuerjahr 2026. Folgende Parameter fließen in die Echtzeit-Berechnung ein:
- FIFO-Prinzip (First-In-First-Out): Die zuerst gekauften Depot-Anteile gelten steuerlich als zuerst verkauft.
- Vorabpauschale: Berücksichtigung bereits in den Vorjahren versteuerter Basiserträge bei thesaurierenden Fonds.
- Verlustverrechnung: Direkte Gegenrechnung mit dem verfügbaren Verlusttopf Ihrer Bank.
- Teilfreistellung: Je nach Fondstyp (Aktien-, Misch- oder Immobilien-ETF) bleibt ein gesetzlich definierter Teil der Gewinne komplett steuerfrei, was den effektiven Steuersatz senkt.
| ETF-Typ / Fondsklasse | Teilfreistellung |
|---|---|
| Aktien-ETFs (mind. 51 % Aktien) | 30 % |
| Misch-ETFs (mind. 25 % Aktien) | 15 % |
| Immobilien-ETFs (mind. 51 % Immobilien) | 60 % |
| Auslands-Immobilien-ETFs (mind. 51 % ausl. Immo.) | 80 % |
| Anleihen- / Geldmarkt-ETFs | 0 % |
Bekannte Einschränkungen für die Praxis:
- Ordergebühren: Transaktionskosten des Brokers mindern den realen Gewinn, werden hier jedoch vernachlässigt.
- Ausschüttungen: Es wird angenommen, dass bei ausschüttenden ETFs keine Vorabpauschale anfällt (Abweichungen bei extrem geringen Ausschüttungen möglich).
- Rundungsdifferenzen: Banken nutzen teils eigene Kursquellen und kaufmännische Rundungen, was minimale Cent-Abweichungen erklären kann.
Was ist ETF Tax Harvesting und warum macht es Sinn?
Beim ETF Tax Harvesting verkaufen Sie gezielt ETF-Anteile und kaufen sie direkt wieder zurück. Das Ziel dieser Strategie ist es nicht, Gewinne mitzunehmen, sondern Ihre Steuerlast aktiv zu minimieren.
Den Sparer-Pauschbetrag jedes Jahr ausnutzen
„Use it or lose it!“
Jedem Anleger steht in Deutschland ein jährlicher Freibetrag von 1.000 € (bzw. 2.000 € bei Ehepartnern) auf Kapitalerträge zu. Dieser verfällt am 31. Dezember und kann nicht ins Folgejahr übertragen werden.
- Ohne Tax Harvesting: Sie halten den ETF über Jahrzehnte. Der Freibetrag verfällt jährlich ungenutzt. Beim finalen Verkauf im Alter zahlen Sie den maximalen Steuerbetrag auf einen Schlag.
- Mit Tax Harvesting: Sie realisieren am Jahresende exakt so viel Gewinn, wie Ihr restlicher Freibetrag hergibt. Diese Summe bleibt komplett steuerfrei.
- Wichtig für die Praxis (Die FIFO-Regel): In Deutschland gilt steuerlich das Prinzip First-In – First-Out (FIFO). Es werden immer die ältesten Anteile zuerst verkauft. Da diese meistens die größten Gewinne aufweisen, ist eine exakte mathematische Berechnung unerlässlich, um den Freibetrag nicht unabsichtlich zu überschreiten. Genau hierbei unterstützt Sie unser Rechner.
FAQ: ETF-Steuer und ETF-Verkauf in Deutschland
Wie hoch ist die Steuer beim Verkauf von ETFs in Deutschland?
Es fällt die gesetzliche Abgeltungssteuer von 25 % an – plus Solidaritätszuschlag (5,5 % der Abgeltungssteuer) und ggf. Kirchensteuer. Bei Aktien-ETFs gilt eine Teilfreistellung von 30 %: Sie versteuern effektiv nur 70 % des Gewinns.
Was bedeutet FIFO beim ETF-Verkauf?
FIFO bedeutet „First-In-First-Out“. Das Finanzamt legt fest, dass die zuerst gekauften Depot-Anteile auch als erste wieder verkauft werden. Da ältere Anteile oft die höchsten Gewinne aufweisen, bestimmt dies maßgeblich die Höhe Ihrer Steuerlast.
Was ist ETF Tax Harvesting und warum macht es Sinn?
Dabei verkaufen Sie am Jahresende gezielt so viele ETF-Anteile, dass der Gewinn Ihren Sparer-Pauschbetrag perfekt ausnutzt, und kaufen sie sofort wieder zurück. Dadurch nehmen Sie Gewinne dauerhaft steuerfrei mit und heben den Kaufkurs für zukünftige Verkäufe an. Unser Rechner hilft Ihnen, den Freibetrag nicht zu überschreiten.
Wie hoch ist der Sparer-Pauschbetrag und wann verfällt er?
Der Freibetrag liegt bei 1.000 € pro Person und Jahr (2.000 € bei zusammenveranlagten Ehepaaren). Gewinne bis zu dieser Grenze bleiben komplett steuerfrei. Wichtig: Der Betrag verfällt am 31. Dezember ungenutzt und kann nicht in das nächste Jahr mitgenommen werden.
Was ist die Teilfreistellung bei ETFs?
Die Teilfreistellung ist ein steuerlicher Rabatt, um die bereits gezahlten Steuern auf Unternehmensebene auszugleichen. Bei klassischen Aktien-ETFs (Aktienanteil über 51 %) sind 30 % des gesamten Gewinns beim Verkauf für Sie absolut steuerfrei.
Was ist die Vorabpauschale bei ETFs?
Die Vorabpauschale ist eine vorzeitige Teilbesteuerung für noch nicht realisierte Gewinne, die primär bei thesaurierenden (wiederanlegenden) ETFs greift. Bereits über die Vorabpauschale gezahlte Steuern werden bei einem späteren Verkauf automatisch vom Gewinn abgezogen, um eine Doppelbesteuerung zu verhindern.
Wie genau ist dieser Rechner und warum weicht meine Bank ab?
Unser Steuerrechner nutzt die aktuellen deutschen Steuergesetze inklusive FIFO, Teilfreistellung und Verlusttöpfen. Dennoch kann es zu kleinen Abweichungen kommen, da Banken unterschiedliche Rundungsmethoden verwenden können.
Muss ich ETF-Gewinne in der Steuererklärung angeben?
In der Regel führt eine deutsche Bank die Steuer automatisch ab. Sie müssen die Gewinne jedoch in der Steuererklärung (Anlage KAP) angeben, wenn Sie einen ausländischen Broker nutzen oder Ihren Sparer-Pauschbetrag nachträglich korrigieren wollen.
Werden meine eingegebenen Daten gespeichert?
Nein. Alle Berechnungen finden lokal in Ihrem Browser oder flüchtig im Backend statt. Es werden zu keinem Zeitpunkt sensible Depot- oder Finanzdaten auf unseren Servern dauerhaft gespeichert. Die Nutzung ist zu 100 % anonym.